Datum: 9. Juni 2008 Temperatur: 18 - 20° C
Wetter: Sonne, Gewitter Wind: S - SW, 15- 20 kn

Gradina
Überfahrt nach Korcula mit wenig Wind. Delfine begleiten uns während längerer Zeit.

Als 1. Yacht erreichen wir die Ankerbucht Gradina (Korcula W), eine recht grosse Bucht – klares Wasser mit vielen kleinen Fischen, die vergnügt mit uns den z’Mittag geniessen. Innert kürzester Zeit wehen 4 Britische Flaggen in der Bucht und dann pflanzt sich noch eine Charteryacht mit Schweizern gerade neben uns hin…

Trotzdem ist es ein idyllischer Ort, vor allem als ein Schweizer bei Sonnenuntergang auf dem Bug den „Zapfenstreich“ mit der Trompete intoniert.

Zapfenstreich  

Unter dem gigantischen Sternenhimmel und beschützt vom Mond schlafen wir ein. Eine ruhige Nacht – ab und zu dreht sich Medea im Strom und zeigt uns, wie gross das All mit den tausenden Lichtern ist.
Es ist unsäglich schön so in und mit der Natur zu leben.

Zuljana
Die ca. 45 km lange Insel Korcula liegt vor der gebirgigen Insel Peljesac. Im Schwell schaukeln wir dem Ufer entlang, vorbei an kleinen Buchten und abgelegenen Dörfern. Einzig einige Fischerboote begegnen uns am nass grauen Morgen.

Gegen Mittag frischt der Wind auf – Medea ist nicht mehr zu bremsen….
Es segelt und segelt…..

Bei Zuljana (Mitte Insel Peljesac) finden wir eine richtige Märchenbucht. Türkisfarbiges Wasser, umgeben von vielen kleinen Buchten und einem riesigen Föhrenwald. Direkt oberhalb von unserem Ankerplatz steht auf dem Hügel, der mit „Messwein-Reben“ bepflanzt ist, eine kleine weisse Kapelle.
Es ist einfach traumhaft!

Zuljana Bucht mit Kapelle

Einsame Strände Zuljana Bucht

Dubrovnik
Es scheint, dass sich der Sternenhimmel von letzter Nacht aufs Meer gelegt hat.
Das leicht bewegte Meer glitzert und strahlt eine endlose Weite und Ruhe aus.

Im starken Dunst wachsen die Wolken.
Gewitter sind vorausgesagt – die in dieser Gegend mit den hohen karstigen Felsen heftig sein können.

Langsam nähern wir uns Dubrovnik.
In Gruz füllen wir unseren Dieseltank, bevor wir unter der Brücke Richtung Marina fahren.
Ruhiger, angenehmer Liegeplatz mit Sicht auf den kleinen Fluss, einem Kloster und einer Kapelle.



Schauer und Gewitter, zwischendurch etwas Sonne - dann wieder Regen, Regen..... Blitz und Donner ......
und so wird es in den nächsten Tagen bleiben....

Wir haben Zeit uns Dubrovnik anzuschauen.
Unter den Weltstädten ist Dubrovnik diejenige, die ihre Mauern und den historischen Kern am besten bewahrt hat. Tapfer umrunden wir die ca. 2 km lange Stadtmauer - eingeklemmt in einem Touristenstrom......

Stadtmauer von Dubrovnik

Fahrt mit dem Bus nach Cavtat, dem letzten Kroatischen Ausklarierungshafen.
Nächste Woche werden wir, sobald das Wetter stabiler ist und der Wind aus der "richtigen" Richtung kommt, nach Italien segeln.

Cavtat Wanderungen

Vorerst haben wir noch Zeit für uns und Medea.
In der Altstadt etwas weg vom Tourismus findet Werner einen "Barbier".

Mutig lässt er sich den Schopf schneiden...