Basilica von Aquileia

Das Städtchen Aquileia liegt 10 km von Grado entfernt und lohnt vor allem wegen der frühchristlichen Monumente und der hervorragend erhaltenen Basilika einen Besuch, die in ihrer Schlichtheit und Strenge überaus eindrucksvoll an die ersten Jahrhunderte des Christentums erinnert. Als Bistum spielte Aquileia viele Hundert Jahre lang eine besondere Rolle.

Die Geschichte der Siedlung reicht ins 2. Jh. v.u.Z. zurück, ihre Blüte erlebte sie unter römischer Herrschaft und besonders in der Regierungszeit des Kaisers Augustus, als Anfang des 1. Jh. 200.000 Menschen in Aquileia lebten. Kaiser Diokletian erklärte im 3. Jh. Aquileia zum Gouverneurssitz der Region Venetia et Histria und stationierte hier das Oberkommando der Kriegsflotte Obere Adria. Die Überreste des Hafens, römischer Straßenbefestigungen, Wohnhäuser und des Forums sind hervorragend erhalten.
314 wurde in Aquileia bereits eine erste christliche Kirche errichtet, im 9. Jh. begann man mit dem Bau der Basilika und 1031 wurde sie durch den Patriarchen Poppo eingesegnet.

Wie bedeutend die Siedlung zu jener Zeit gewesen sein muss, verraten bereits die Dimensionen des Baus: Er ist 65,50 m lang, 30 m breit und 23 m hoch; 10.000 Menschen fanden darin Platz. Der Vorgängerbau wurde in die Basilika mit einbezogen, teils übermauert und so erhalten: Unter einer Schicht von Mörtel und Steinen fand man Anfang des 20. Jh. das Fußbodenmosaik dieser ersten Kirche und legte es frei. Es liegt deutlich unter dem heutigen Bodenniveau und zeigt teils symbolisch verschlüsselt Szenen des christlichen Glaubens (so Hahn und Schildkröte, die den Kampf des Lichts mit den Kräften der Finsternis symbolisieren). Der Mosaikboden führt, gesäumt von ursprünglich romanischen und später gotisierten Säulen, auf die mit Fresken ausgemalte Apsis mit dem Bischofsstuhl des Poppo zu.

 

Marina di Aquileia

In diesem kleinen geschichtsträchtigen Städtchen fanden wir für die ersten Monate einen idyllischen Hafenplatz. Während dieser Zeit haben wir viele Menschen getroffen und Freunde gewonnen.

Mit etwas Wehmut verlassen wir am 22. Mai 2008 diese uns lieb gewordene Gegend und freuen uns auf das Neue....